Freitag, 29. Januar 2016

SOLIDWORKS Flow Simulatoin bei der Ulrich Brunner GmbH

Die Ulrich Brunner GmbH fertigt seit 1946 – in der dritten Generation – Kamine und Kachelöfen. Durch die langjährige Erfahrung rund um das Thema Heizen mit Holz hat sich BRUNNER zur Premiummarke in der Branche entwickelt.


Ein offener Kamin ist, sozusagen als „IndoorLagerfeuer“, die ursprünglichste Form des Feuers im Wohnzimmer. Beim Betrieb einer solchen Feuerstätte ist die Abführung der Rauchgase durch den Kamin von enormer Bedeutung, da sie in keinem Fall in den Aufstellraum gelangen dürfen.

Dazu wurden früher bei der Entwicklung einer Feuerstätte zahlreiche Tests mit Rauchpatronen im Labor der Firma Brunner durchgeführt. Nur so konnten die Strömungen, wenn auch nur ansatzweise, visualisiert werden. Gewonnene Erkenntnisse führten zu Optimierungsvorschlägen, die am Testgerät mit groben Werkzeugen wie Winkelschleifer und Schneidbrenner umgesetzt wurden, immer in der empirischen Hoffnung, dass die Veränderungen auch zu einer tatsächlichen Verbesserung führten.


„Der Entwicklungsprozess war entsprechend aufwändig. Weiterhin konnten die praktischen Tests nur bedingte Erkenntnisse liefern, da ein Einblick in die Rauchgaswolke nicht möglich war.“, berichtet uns Herr Richard Pointner, ein Mitglied im Entwicklungsteam bei Brunner.

Auf einer Informationsveranstaltung entdeckte Richard Pointner SOLIDWORKS Flow Simulation und erkannte sofort, welchen Nutzen die Software für die Firma Brunner haben könnte.

Mittlerweile ist Flow Simulation ein fester und nicht mehr wegzudenkenden Standard im Entwicklungsprozess geworden. Alle Kachelöfen-und Kamineinsätze werden heute auf Basis der 3D CAD-Daten mit dem Werkzeug intensiv virtuell getestet. Mit Flow Simulation werden Geschwindigkeit, Temperatur und Ausbreitung der Luftströme inner-sowie außerhalb der Geräte sichtbar.

Auch durch die Rauchgase erwärmte wasserführende Bereiche der Feuerstätte werden auf Ihr Verhalten hin genauestens ausgewertet.


Optimierungen können direkt am CAD-Modell vorgenommen und sofort mit Flow Simulation auf deren Auswirkungen getestet werden. Nach wie vor werden auch praktische Tests durchgeführt. Diese dienen heute allerdings mehr der abschließenden Verifizierung der Simulationsergebnisse.

Durch SOLIDWORKS Flow Simulation konnten die Entwicklungszeiten so deutlich verkürzt und enorm viel Knowhow hinzugewonnen werden. „Wir sind der festen Überzeugung, dass wir die besten Kenntnisse schlechthin über den Vorgang im Brennraum haben!“, informiert uns Herr Pointner sichtlich stolz.

Moderne Heizungszentralen verfügen über ein ausgeklügeltes Wärmemanagement, um beispielsweise aus Biomasse und Sonne gewonnene Energie effizient zu kombinieren. Diese wird in einem Schichtladespeicher „zwischengelagert“, welcher ebenso mit SOLIDWORKS Flow Simulation optimiert wurde.
Beim Simulieren des komplexen Strahlungsverhaltens eines Grundofens kam zusätzlich das Anwendungsmodul HVAC zum Einsatz. Über das KnowHow dieser Vorgänge hatten früher nur jahrzehntelang erfahrene Ofensetzer Kenntnis.
                                 

Der Erfolg gibt Herrn Pointner und den Kollegen der Ulrich Brunner GmbH recht – seit jeher befindet sich die Firma auf einem stetigen und beachtlichen Wachstumskurs. So wurde vor kurzem ein beeindruckender Anbau bezogen. Ferner beeindrucken uns die Werte, welche die Firma vorlebt. 

Die Ulrich Brunner GmbH setzt SOLIDWORKS, SOLIDWORKS Simulation und SOLIDWORKS Flow Simulation zur Konstruktion und Optimierung der Produkte ein, der SOLIDWORKS Composer wird zur multimedialen Produktpräsentation genutzt. Für die partnerschaftliche und langjährige Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich.

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